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  • Sandra

Deine Wahl

In den Tiefen Deines Systems wirklich keine Angst mehr zu haben, ist ein ganz einzigartiges Gefühl. Angst ist auf dieser Welt allgegenwärtig, sie ist eine Grundzutat in dieser grandios zusammengemischten Suppe, die wir das Leben auf dieser Welt nennen. Unser Bewusstsein ist bis in die kleinste Zelle Teil dieser Welt (und umgekehrt). Und als solches sind wir Mitspieler und Miterschaffer in dieser Welt.


Wir sind die Köche dieser Suppe. Und wir kochen quasi hinter unserem eigenen Rücken und mit verbundenen Augen. Wir werfen in die Suppe, was wir haben. Und wir haben viel. Bewusstsein ist Information. Und es sammelt und speichert Information. Es ist geprägt von den Gesetzmäßigkeiten und den Stempeln dieser Welt. Weder diese Welt noch die Prägungen im Innen entsprechen der Wahrheit. Alles, was wir „diese Welt“ nennen - ob im Innen oder im Außen - existiert in einer Illusionsblase. Wir leben in einer Illusion - und wir erhalten sie mit.


In unseren gemeinsamen Suppenkessel werfen wir das, was wir haben. Unsere Gedanken, unsere Gefühle, unseren Glauben darüber, wie etwas war, ist oder sein wird. Wir geben Verzweiflung dazu, unser Aufgeben, unsere Bedenken und Befürchtungen. Wir geben Zweifel hinein, den Kampf gegen oder für etwas. Unsere Bewertungen über uns selbst und andere, über die Machenschaften der Mächtigen, über die Ereignisse. Wir geben Sorge hinein. Sorge über unsere wirtschaftliche Situation, über unsere Gesundheit, über das Klima, über die Umwelt. Wir lassen in jede einzelne Zutat den Mangel hineinfliegen wie eine Grundmelodie. Den Mangel an Liebe, an Geborgenheit, an Anerkennung, an Geld, an Beweglichkeit. Den Mangel an Freiheit. Die Hoffnung auf Veränderung. Wir geben das Erleiden hinzu, den Schmerz über unsere Machtlosigkeit, das Gefühl, klein und unbedeutend zu sein und nichts ausrichten, nichts verändern zu können.


Ab und an nehmen wir die Augenbinde ab. Nur ganz kurz. Und wir schauen in diese Suppe hinein. Wir sehen, dass sie absolut ungenießbar ist. Unrettbar. Wir beugen uns der Suppe und nehmen sie als gegeben. Ist eben so. Da muss man durch. In diesen kurzen Augenblicken des Hinsehens entscheiden wir, wie wir uns der Suppe gegenüber verhalten.


Hier haben wir die Wahl. An genau dieser Stelle. Jetzt. Wir können uns auch weiterhin sagen: „Ist eben so. Das ist der Lauf der Dinge, der Lauf dieser Welt. Ich/die da draußen/die Menschheit/diese Welt hat es versemmelt. Muss ich jetzt mit leben.“ Oder wir sagen uns: „Da mach ich nicht mehr mit. Diese Suppe kann meinetwegen so scheußlich sein, wie sie ist - ich tue da auf keinen Fall auch nur noch eine einzige Zutat mit hinein. Mit dieser Suppe bin ich endgültig fertig.“


Dann machen wir uns bewusst, dass wir Menschen sind. Dass wir nicht nicht-erschaffen können. Es gibt kein Versteck. Wir sind, wer und was wir sind. Köche 😊 Es gibt eine Wahl: Entweder Du ziehst die Binde wieder hoch und kochst mit verbundenen Augen die längst verdorbene Suppe weiter mit. Oder Du nimmst die Binde ab, legst den Kochlöffel weg, nimmst die Werkzeuge, die Dir eigentlich gemäß sind an und verwandelst Dich bis in Dein tiefstes Inneres hinein.

Du wirst ein bewusster Koch, ein bewusster Schöpfer einer neuen Welt. Es gibt nur diese beiden Optionen. Und sie sind beide vollkommen in Ordnung. Jeder von uns darf wählen und jede Wahl ist so, wie sie ist vollkommen fein.


Verleugne nicht Deine Wahl. Schau sie Dir an. Sie ist da. Und sie wird getroffen. Durch Nichtstun - oder durch Tun. Wir können nicht nicht-erschaffen. Ebenso können wir nicht nicht-wählen. Weil wir sind, wer wir sind. Für ein solches Wesen, wie Du es bist, gibt es nicht genug Sand, in den Du Deinen Kopf stecken könntest.


Du hast die Wahl, wie es weiter geht, Du wunderbares Wesen.

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©2020 Sandra Greuel

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