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  • Sandra

Wie wäre es heute mal mit einem Spiel? Wir spielen: kindliche Eigenschaften erwecken.

Ich meine das Staunen: Das Sehen mit offenen Augen (Nicht direkt zensieren oder limitieren oder alles komplizierter machen als es ist.) Die Dinge sehen, wie sie sind und mit dem Herzen staunen. Sie so sein lassen, wie sie sind. Ich finde das Staunen darüber, wie einfach alles ist, ist das Zauberhafteste überhaupt.


Ich meine das Sicherlauben von Superlativen: Also ich glaube an „immer“. Ich glaube an „absolut“. Ich glaube an „vollkommen“. Warum auch nicht. Weil das so weh tut, es noch nicht erreicht zu haben? Was tut denn weh? Ist das nicht eher die Angst, dass es das gar nicht geben könnte? Die Angst vor der Vergänglichkeit? Warum ist es denn schlimm, dass etwas noch nicht perfekt ist? Und sich vielleicht verwandelt? Und wer sagt, dass ich nicht immer und unbedingt an das Höchstmögliche glauben kann? Wer verbietet uns denn Visionen? Wer verbietet das Streben? Wer verbietet uns den Fokus auf darauf, ALLES zu wollen? Erlauben! Und dann: Machen.


Ich meine das Ausprobieren: Niemand würde auf die Idee kommen, einem Einjährigen das Laufenlernen durch ständiges Herummäkeln und Kritisieren zu verleiden. Im Gegenteil löst dieser Lernprozess bei allen Beteiligten eine Freude aus, die einzigartig ist. Und sehr, sehr wertvoll. An genau diese Freude möchte ich Dich erinnern. Du hast sie als Kind erfahren und vielleicht auch aus der anderen Perspektive bei Deinen Kindern. Als Kind hast Du unter einem riesigen Klettergerüst gestanden und hochgeschaut und es einfach probiert. Und dann, eines Tages, hast Du es geschafft, bis ganz nach oben zu klettern. Diese Freude ist es, die Du eigentlich bei allen Deinen inneren Lernprozessen, Wachstum und Entwicklung haben könntest. Nicht herummeckern, wenn etwas noch nicht so ist, wie Du es gerne hättest. Nicht bewerten! Ich erinnere mich an meinen Sohn, der es sich damals vehement verbat, ständig für alles überschwänglich gelobt zu werden – erstes Kind, erstes Enkelkind – und der sagte, er wolle nicht für so selbstverständliche Sachen wie Wackelzähne und Selbst-Anziehen gelobt werden, das sei eben so und das wäre bei allen Kindern so und Punkt. Und ja – total richtig. Entwicklung und Wandel, das Lernen und Weitergehen – das ist normal. Wann haben wir dieses Wissen eigentlich vergessen? Das steht kolossal im Weg, also: Hau den Perfektionismus und die Bewertungen in die Pfanne. Mach einfach, was Dir Freude macht. Was Dich begeistert. Probiere es mal aus! Und nimm es nicht so schwer. Nimm es leicht! Hab Spaß!


Ich meine die Begeisterung: Die Begeisterung ist wichtig. So richtig, aus vollem Herzen und ohne Wenn und Aber begeistert von etwas zu sein, hat eine unglaublich hohe Kraft. Du spürst körperlich, wie Dein Herz hüpft und sich hebt. Du bist mit Deinem ganzen Sein in diesem Moment anwesend. Und Du handelst hier ganz selbstverständlich ohne nachzudenken. Du tust! Als Kind bist Du vielleicht wieder und wieder die Treppe zur Wellenrutsche im Freibad hochgerannt. Eigentlich geflogen, denn die Begeisterung hat Flügel. Du bist gerutscht und im Wasser aufgekommen und Dein Herz ist Dir fast aus der Brust gesprungen vor Freude. Das ist das Gefühl, an das ich Dich erinnern möchte. Das könnte die Grundlage für alles sein, was Du tust. Pure Lebensfreude.


Ich meine den Mut: Den Mut, all das zu sein und all das zu tun. Den Mut, an sich zu glauben, auch wenn alles Rationale dagegenspricht. Den Mut, nicht zu diskutieren. Die Liebe kennt keine Diskussionen. Den Mut, die eigene Wahrheit zu entdecken und sie dann auch zu leben. Kompromisslos. Den Mut, die Ära des Wischiwaschi hinter sich zu lassen. Den Mut, ein und dasselbe 15 Mal hintereinander zu üben und weiter an das Gelingen zu glauben. Und da sehe ich meine Tochter, die mit fünf Jahren solche Angst hatte, vom Beckenrand ins Wasser zu springen und die sich bewusst vornahm, diese Angst zu überwinden und ganze 20 Minuten lang genau diese Bewegung übte. Das ganze Kind bebte am Beckenrand. Fasste sichtbar einen Entschluss. Fasste sichtbar ihren Mut. Sprang. Kletterte wieder raus. Fing wieder von vorne an. 20, 25 Mal. Bis sie es konnte. Bis sich die Angst verwandelt hatte. In was? Na, in Freude!


Ich schlage jetzt die Brücke zur Bewusstseinsarbeit 😊

Weil es hier um Entwicklung geht. Ich halte nicht so viel von dem Begriff „Erwachen“ in diesem Zusammenhang. Erwachen ist eine unwillkürliche Angelegenheit. Und hier geht es um eine bewusste, eine selbst entschiedene und vollzogene Entwicklung. Einen Evolutionssprung sozusagen. Und jetzt nutze ich doch mal ein kitschiges Bild: Stell Dir eine Leiter vor, die vor Deinen Füßen beginnt und sich ganz weit hochschwingt. Bis in die Wolken, bis in den Himmel hinein. Du fühlst, dass die Leiter Dein Weg ist und Du spürst, dass Du da hoch willst. Aber Du siehst nicht, wo die Leiter endet und Du hast Angst davor, was da oben sein könnte und davor, alles zurückzulassen und dass alles anders ist. Es geht in diesem Bild nicht um oben-unten, Himmel-Erde etc. Es geht mir um das Gefühl. Folgst Du Deinem Gefühl oder folgst Du Deiner Angst? Jetzt stell Dir vor, Du hast unbegrenzt viel Mut und Begeisterung, Du glaubst fest an das Höchstmögliche und an die Liebe, Du bist bereit zu staunen und Du weißt durch die vielen kleine Schritte, die Du gegangen bist, dass Du alles schaffen kannst. Da ist nichts in Dir, was sich klein und schwach fühlt. Du siehst die Leiter und fühlst: Reine Freude. Und dafür stehen wir mit unserer Arbeit. Dabei möchten wir Dir helfen. Das wieder zu fühlen. Das wieder zu sein. Und die Leiter hochzutanzen.


Tanz mit mir: 14./15. September, 26./27.10. und 7./8.12.2019 Workshop „Absolute Freiheit“ ... und für alle, die bereits den ersten Workshop gemacht haben gibt es am 12./13.10. den Workshop „Absolute Reife“. Ich freu mich auf alle, die mitmachen!


Begeisterung, Mut und Handlungsfähigkeit! Tanz die Leiter hoch!

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©2020 Sandra Greuel

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